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Seelen, Brezeln, Hungerbrote

Stellt hier eure Lieblingsbücher vor

Seelen, Brezeln, Hungerbrote

Beitragvon Harrasweible » Mo 7. Nov 2011, 14:38

Seelen, Brezeln, Hungerbrote von Irene Krauu
Brotgeschichten aus Baden und Württemberg!

Als ich das Buch bestellte, dacht ich toll, da bekomm ich bestimmt ein paar tolle Rezepte! Als ich es dann durchgeblättert hab, nun mein entäuschtes Gesicht hättet ihr sehen sollen. Dann kam die Frage von Desidera und auf einmal war ich begeistert. Zum Beispiel ist da die Traueranzeige vom Brotlaib im Jahr 1917. Auch hab ich die zwei Gedichte zur Hungerbrezel aus diesem Buch. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, ist dieses Buch bestimmt sehr lehrreich.

(Ich werde, ab jetzt immer die Buchbeschreibung lesen)
Grüße Susi

"Der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat."
(Jaroslav Seifert 1901-1986, Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger)
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Re: Seelen, Brezeln, Hungerbrote

Beitragvon Desidera » Mo 7. Nov 2011, 17:54

Den Namen Hungerbrote kenne ich gar nicht, wahrscheinlich sind damit die Gebäcke während der Fastenzeit gemeint.

Das Brot war früher ein gar wichtig Ding, die Menschen haben es noch hochgeschätzt. So zeigt das ja auch die Tradition von dem Laib Brot mit Salz zum Einzug.
Denn das Brot war wohl früher für jede Mahlzeit wichtig.

Wie traurig, dass so viel Brote und andere herrlichen Gebäcke einfach auf dem Müll landen und verbrannt werden.
Herzliche Backgrüße
Desidera
 
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Re: Seelen, Brezeln, Hungerbrote

Beitragvon el_marraksch » Mo 7. Nov 2011, 18:24

Beate da hast du recht. Hier wird es zu Tierfutter verarbeitet, oder verheizt, oder einfach nur auf den Müll und auf der anderen Seite verhungen Kinder.
Liebe Grüße
Gabriele
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Re: Seelen, Brezeln, Hungerbrote

Beitragvon Desidera » Di 8. Nov 2011, 11:56

Gerade heute stand über Hungerbrötchen ein Bericht bei uns in der Tageszeitung. Da hat eine Bäckerei ein sog. Hungerbrötchen aus dem Jahre 1917 aufbewahrt und zeigt es der Kundschaft. Auf der Rückseite des Brötchens, das schon aussieht wie ein Stein, klebt ein Zettel mit der Aufschrift: Dieser Weck kostet 3 Pfennig. 5. März 1917. Michale Düll in Sommerhausen, Hauptstraße 153.
In dem Artikel steht z.B.: Das Mehl war im Ersten Weltkrieg rar, besonders nach dem Winter 1916/17, der eine allgemeine große Lebensmittelknappheit mit sich brachte. Backwaren gab es nur gegen Brotmarken, die den Menschen zugeteilt wurden.
Beimischungen zum Mehl waren seinerzeit üblich, berichtet Annette Hillringshausen, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum der Brotkultur in Ulm. Für die Zeit und die Region seien Kastanienmehl, Eichelmehl, Kartoffeln, Kleie, Steckrüben oder auch gemahlenes Heu typisch gewesen.
Typisch für Hungerbrötchen sei ihre kleine Größe, die von der materiellen Not zeuge.
Bekanntes Beispiel ist das Miltenberger Hungerbrötchen, das 1817 gebacken wurde. Damals herrschte eine Lebensmittelknappheit, da 1816 das Jahr ohne Sommer und die Getreideernte praktisch ausgefallen war.
Herzliche Backgrüße
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